Anders als bei den Themen Patienten, Versicherungen, Energie und Lebensmittel gibt es für Fragen zum Thema Glücksspiel keine eigenen Verbraucherschutzorganisationen. Im wesentlichen regeln Gesetze die Rechtslage, vor allem Landesgesetze, weil im Rahmen der Kulturhoheit Glücksspiel Sache der Länder ist. allerdings ist auch ein Glücksspielstaatsvertrag geschlossen worden, der die Aktivitäten in den Ländern harmonisieren soll. Der GlüStV ist 2012 nach einer Unterbrechung erneut in Kraft getreten. Eine der großen Änderungen war die Öffnung des Sportwettenmarktes für private Anbieter. Nur Schleswig-Holstein ging einen Sonderweg und erlaubte auch Online-Casinos, sofern diese eine 5-Jahres-Lizenz vom Land erwerben. So konnte man auch legal online spielautomaten in Deutschland benutzen. Allerdings ging eine neue Regierung den Weg der anderen Länder und verlängerte die Lizenzen nicht mehr.

Verbraucherschutzverbände schauen beim Glücksspiel vor allem danach, dass die Vorschriften eingehalten werden So werden die Regeln für Spielhallen immer wieder verschärft, vor allem was Ausstattung, Lage und Öffnungszeiten angeht. Das Problem ist dass sich die Ministerpräsidenten der Länder noch immer nicht auf einen Zweiten Glücksspielstaatsvertrag geeinigt haben und damit zum Beispiel private Sportwettenanbieter ein wenig in der Luft hängen, vor allem wenn sie bereits Lizenzen haben.

Das Bundesverwaltungsgericht hatte Casino-, Rubbellos- und Pokerspiele als verboten erklärt und betont, es gäbe ein besonderes Interesse zum Schutz der Bevölkerung. Anbieter von Kasinos widersprechen dem und haben zum Schutz der Verbraucher im Beispiel die Responsible Gaming Kampagne gestartet, aber auch Maßnahmen unternommen, dass Spieler nicht zu viel Geld auf einmal verspielen können.

Da Sportwetten aber möglich sind gehen manche Experten davon aus, dass es den Ländern vor allem um die Lizenzeinnahmen geht, die bei Online-Casinos, die sich nicht im Land befinden, wegfallen würden. Schließlich sind die Einnahmen aus den Kasinobetrieben für die Landeskassen ein willkommener Geldsegen, im Jahr können das über 22 Millionen Euro sein.

Mittlerweile wird bezweifelt, dass es einen besonderen Schutzes der Spieler bedarf, solange die geltenden Richtlinien für landbasierte Kasinos auch online eingehalten werden.