Es gibt kaum einen Verbraucherskandal, bei dem nicht eine der großen Verbraucherschutzorganisationen geholfen hat, ihn entweder aufzudecken oder die Öffentlichkeit darüber zu informieren. Auch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit spielt hier eine große Rolle. So entdeckte man zum Beispiel einen schädlichen Stoff bei Feigen eines Discounters, der darauf hin die Früchte zurückrief und Kunden bereits gekaufte Ware zurückgeben konnten.

Oftmals setzen Organisationen Politik und Verwaltung unter Druck, so wie Foodwatch es getan hat, als es um Fipronil in Eiern ging. Man habe zu spät gewarnt und es würde zu spät zurückgerufen, Auch Unternehmen werden aufgefordert, einen Rückruf ernst zu nehmen und unternehmensweit zu kommunizieren sowie sicherzustellen, dass Ware auch umgehend aus den Regalen verschwindet.

Manchmal sind es auch politische Parteien die Skandale aufdecken. So hatten die Grünen in einer Stichprobe in Supermärkten eine Mettwurst eingekauft und in 10 von 62 Proben ESBL-Keime gefunden, die Enzyme produzieren, die sie gegen Antibiotika resistent machen. Hintergrund ist, das eine massenhafte Abgabe von Antibiotika an Landwirte die Resistenz geradezu fördert, Pharmakonzerne damit aber eine Menge Geld verdienen.

Auch Wissenschaftler können aktiv Verbraucherschutz betrieben wie man beim Fall Acryclamid sehen konnte. Forscher hatten entdeckt, dass verbrannte Kohlenhydrate hohe Mengen Acrylamid enthalten konnte, dass im Verdacht stand, Krebs zu erregen. Das führte zu großflächigen Untersuchungen, vor allem von Pommes Frites und Kartoffelchips.

Im Jahre 2006 hatte Greenpeace herausgefunden, dass bestimmte Reisprodukte mit Gen-Reis aus China verunreinigt waren. Dieser Reis war in der Lage ein Insektengift zu bilden das ihn zwar schützte, bei manchen Menschen aber zu Allergien führen konnte. Man fand später auch Gen-Reis aus den USA. Beide Reissorten hatten keine Zulassung für den deutschen Markt.

In einem Fall in Berlin war es eine Notsituation, die zu einem Rückruf führte: Ein Kind hatte ein Speiseeis gegessen, in dem Plastiksplitter waren. Bei weiteren Untersuchungen fand man mehrere Eisbecher mit Plastikteilen. Der Produzent Nestle zog sie sofort aus dem Programm.