Wer ins Krankenhaus geht ist nicht nur Patient, sondern auch Kunde, oder in unserem Sinne, Verbraucher. Und gerade Patienten sollten sich eigentlich nicht damit herumschlagen müssen, ob ihre Rechte eingehalten werden, sondern bestmögliche Versorgung erhalten und schnell gesund werden. Aber die Realität ist leider anders, und für solche Fälle gibt es die Deutsche Stiftung Patientenschutz. Sie ist aus der Deutschen Hospizstiftung hervorgegangen und hat heute noch einen Schwerpunkt auf schwerkranke und sterbende Patienten.

Der Malteserorden hat die Stiftung 1995 ins Leben gerufen, um eine Organisation zu gründen, die sich um die Rechte der Schwerkranken kümmert und diese Rechte auch gegenüber der Politik vertritt sowie die Öffentlichkeit über Probleme informiert. Es gab eine Anschubfinanzierung, aus deren Zinsen heute noch immer ein Teil des Etats finanziert wird. Außerdem gibt es Spenden und die Beiträge der etwa 55.000 Mitglieder.

Eine oft genutzte Einrichtung ist das von der Stiftung eingerichtete Patientenschutztelefon. Hier können sich Betroffene zum Beispiel aus einem Hospiz melden, die meinen, dass ihre Rechte nicht gewahrt werden. Gerade bei Schwerstkranken ist die ausreichende Versorgung nicht immer gewährleistet, oft aus Kosten- und Zeitgründen. Aber man kann sich auch Rat holen, zum Beispiel über Patientenverfügungen. Für diese Verfügungen ist auch eine Schiedsstelle eingerichtet worden, wenn es zu Streitigkeiten über den Inhalt einer solchen Verfügung kommen sollte, was leider oft genug geschieht.

Einer der großen Erfolge der Stiftung war das Festschreiben des Anspruchs auf spezialisierte ambulante Palliativbehandlung, der 2007 realisiert wurde und dessen Gesetz zu einem großen Teil auf Vorschlägen der Stiftung beruhte. Auch beim Patientenverfügungsgesetz hat die Stiftung mitgearbeitet, konnte sich aber nicht mit allen Forderungen durchsetzen.

Beide Beispiele zeigen, wie wichtig es ist dass sich Verbraucherschutzorganisationen nicht nur der Einhaltung von Recht widmen, sondern auch aktiv dabei helfen, die Rechtssprechung zu verbessern und entsprechen neue Gesetze zu formulieren. Dazu braucht es aber eben auch die finanziellen Mittel und das richtige Personal.