Es gibt immer wieder Bereiche im Verbraucherschutz die viele Menschen betreffen. Das sind zum einen Lebensmittelskandale und Rückrufaktionen, zum anderen aber Bereiche wie Strom, Handwerk und Kredite. Wir wollen hier ein paar Fallbeispiele aufführen, die immer wieder vorkommen.

Händler geht pleite

Nehmen wir an, Sie haben bei einem Händler etwas bestellt und erfahren, dass dieser Insolvenz angemeldet hat. Dabei ist es unwichtig ob der Händler online, offline oder sowohl als auch tätig ist. Bekommen Sie bezahltes Geld zurück? Wird die Ware noch geliefert? Grundsätzlich hat ein Unternehmen in der Insolvenz eine besonderen Schutz und wird versuchen, zunächst Gläubiger zu befriedigen. Das Geld, dass sie bezahlt haben, ist Teil der Konkursmasse, und kann zum Beispiel von einer Bank verwendet werden, um Schulden zu bezahlen – ohne das Sie Ware bekommen. Viele Insolvenzverwalter wollen aber heute das Unternehmen retten und versuchen, es erst einmal weiterlaufen zu lassen. Wer auf Rate gekauft hat, muss übrigens trotzdem weiterzahlen.

Stromanbieter wechseln

Die Liberalisierung des Strommarktes 1998 hat zwar eine Menge Freiheiten gebracht, aber auch Verwirrung. Gerade beim Wechsel von einem Anbieter zum anderen muss man aufpassen. Wer lange Zeit keinen Tarif überprüft hat, dem raten Verbraucherschützer zumindest einmal einen der kostenlosen Tarifrechner im Internet zu bemühen – oftmals hat man ein altes teures Angebot. Das Gute: ein neuer Anbieter wird auch die Kündigung beim alten Anbieter übernehmen. Allerdings sollte man Fristen beachten.

Verbraucherkredite

Darunter fallen Kredite die nicht gewerblich sind und mit einer Einzelperson abgeschlossen werden. Banken müssen den Kunden umfassend und genau informieren und alle Kosten darlegen, die beim Kredit entstehen, auch Bearbeitungsgebühren und Säumniszuschläge. als Kunde sollte man auf den Effektivzinssatz achten, aber auch ob man über das Widerrufsrecht belehrt wurde. Formfehler können nur vor Erhalt der Kreditsumme geltend gemacht werden, deshalb besser alle Verträge und Dokumente genau durchlesen. Man kann auch Verbraucherzentralen um Hilfe fragen, wenn man einen Text nicht versteht.