Die Verbraucherschützer werden immer dann gerufen wenn entweder Verbraucher oder Medien einen Verstoß gegen geltende Richtlinien feststellen. Um einmal darzustellen, wie so etwas konkret verläuft haben wir den Falle eines Telefontarifs genommen, bei den es um Aufladeoptionen geht.

Verbraucher haben zunehmend Schwierigkeiten durch den Dschungel aus Spezialtarifen und Zusatzoptionen zu blicken. Die Telefonieanbieter hingegen locken mit attraktiven Angeboten, die aber oft im wahrsten Sinne des Wortes einen Haken haben.

In unserem Fall geht es um eine 300 Megabyte Datenvolumen-Rate, die auch 300 Freiminuten enthält. Wer eher mehr telefoniert aber eher weniger datenintensive Dienste nutzt, mag ein solches Angebot durchaus passend finden. Das ist es auch, allerdings muss man aufpassen. Denn der Anbieter kümmert sich auch darum was passiert, wenn das Volumen fast aufgebraucht ist. Es gibt oft die Möglichkeit dass man automatisch aufladen kann, wenn man unter einen bestimmten Betrag kommt. Die Falle ist, wenn man das Guthaben zu gering ist, um die Flatrate erneut zu aktivieren, aber eben über dem automatischen Aufladebetrag liegt. Dann kann es passieren, dass man in einen normalen Basistarif kommt, der teuer werden kann. Und weil bei dem dann die Aufladeoption greift, merkt man gar nicht, dass man diesen bekommen hat.

Verbraucherschützer werden sich in einem solchen Fall zuerst einmal an den Anbieter, zum Beispiel die Telekom oder Vodafone.de oder andere Firmen wenden und um Klarstellung bitten. Diese wird auch entgegengenommen. Sollte man sich seitens der Verbraucherschützer geirrt haben, wird der Fall zu den Akten gelegt. Glaubt man aber Recht zu haben wir der Fall mit den Argumenten der Organisation, aber auch einer Stellungnahme des Anbieters an die Öffentlichkeit gebracht. Dies ist dazu dar, die Kunden zu informieren und zu warnen.

In unserem Fall verwies das Anbieter darauf, dass auch bei einer Automatik der Kunde benachrichtigt wird und man empfiehlt, diese auf einen höheren Betrag zu setzen. Es geht hier weniger um Recht oder Unrecht, sondern darum ein Problem öffentlich zu machen und zu beheben