Foodwatch ist ein deutsche Verbraucherschutz-Organsation, die vom ehemaligen Greenpeace-Chef Thilo Bode bereits 2002 in Berlin gegründet wurde und eine internationale Ausrichtung hat. Sie versteht sich auch Überwacher der Lebensmitttel und Vertreter der Verbraucher. Thilo Bode ist der internationale Manager, der Journalist Martin Rücker kümmert sich um die deutschen Belange. Es gibt Büros in Berlin, Paris und Amsterdam. Finanziert wird die Organisation aus Mitgliedsbeträgen und aus Spenden. Es werden keine staatlichen Fördermittel angenommen, eine Ausnahme sind Mittel aus Bußgeldverfahren. Spenden dürfen nur angenommen werden, wenn es keinen Interessenkonflikt gibt. Im Jahr 2015 betrugen die Einnahmen 2,9 Millionen Euro, der Großteil aus Mitgliedsbeiträge und Kleinspenden und nur 8 Prozent aus Großspenden und Zuwendungen von Stiftungen.

Eine der bekanntesten Kampagnen ist die gegen Acrylamid , ein Stoff der bei hohen Temperaturen bei der Verbrennung vor allem von Kohlenhydraten entsteht und im Verdacht steht, Krebs zu erregen oder zumindest fördernd zu sein. Foodwatch gestaltet seine Kampagnen nach dem Greenpeace-Vorbild und versucht eine möglichst große Medienwirkung zu erreichen.

Kampf gegen die Großen

Ein weiterer Scoop war die Aufdeckung von Zusatzstoffen in Brötchen von McDonalds. Das Unternehmen hatte zunächst bestritten, chemische Zusatzstoffe zu benutzen, Foodwatch konnte aber das Gegenteil beweisen und zwang damit McDonalds, diese Stoffe auch auszuweisen. Kritiker meinten allerdings das mit der Deklarierung zwar dem Recht entsprochen wäre, aber die Stoffe noch immer in den Brötchen seien.

Foodwatch vergibt auch den Goldenen Windbeutel, einen Preis für die dreistete Lüge in der Werbung, vor allem im Hinblick auf Lebensmittel. Alete bekam den Preis für einen Kinderkeks, der 25 Prozent Zucker enthält aber vom Unternehmen bereits für Säuglinge empfohlen wird, damit diese nach knabbern lernten. Alete bekam den Preis zum zweiten Mal.

Die Verbraucherschutz-Organisation versucht auch immer wieder mit rechtlichen Mitteln gegen mutmaßliche Verstöße gegen das Lebensmittel- und Verbraucherschutzrecht vorzugehen, aber nicht immer mit Erfolg. so unterlag man Unilever, weil deren Aussagen zu eine Produkt nicht als Werbung sondern als Meinungsäußerung gewertet wurden